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24 Granitbiker, so viele wie noch nie, brachen in den frühen Morgenstunden des 4. Juni 2015 auf, um die MTB-Wege des Eisacktales zu erkunden.
Die relativ kurze Anreisezeit ermöglichte es uns, dass wir diesmal sogar schon am ersten Tag eine "Tagesroute" in Angriff nehmen konnten, auch wenn es diesmal fast zu viel des Guten war, wie sich herausstellen sollte. Gefahren wurde in zwei Gruppen, damit war sichergestellt, dass für jeden Biker das Tempo passt.


Tourdaten - Gruppe 1 - Rodeneckeralm: 1900hm, ca. 40km
Es ging von Natz-Schabs (schönes Wein- und Obstdorf oberhalb von Brixen) steil und anspruchsvoll und bei brütender Hitze bergauf zur Rodeneckeralm.
Nach schwieriger Auffahrt (Aufstieg) fuhren wir nach schönen Almtrails und bei herannahndem Gewitter runter nach Lüsen. Die Tour wurde aber auch zum Schluss noch einmal richtig anstrengend, weil eben die berüchtigte Rienzerschlucht noch auf uns wartete und noch bezungen werden musste. Ich war froh, als wir spät Abends im Hotel ankamen und ich (Tourdirektor) von den Teilnehmer NICHT mit den Tomaten vom Salatbuffet beschossen wurde. ;-)
Tourdaten - Gruppe 2 - Dörferrunde: 800hm, ca. 30km:
Wer sich von dem gemütlich klingenden Namen täuschen lies, wurde während der Fahrt vielleicht etwas überrascht. Auch diese Tout hatte alles was ein Bikerherz begehrt: saftige Anstiege, lässige Abfahrten und aber auch gemütliche Einkehrten.

Am zweiten Tag meisterten wir gemeinsam die Auffahrt den romantischen Hütten (Kuhalmhütte, Valmingeralmhütte) am Rosskopf. Die Anstiege waren diesmal allesamt gut fahrbar, der Untergrund zu Beginn Asphalt und dann Übergang in Schotter. Am Berg dann gemütliche Trails, die aber allesamt ohne besonder Schwierigkeiten gefahren werden konnten.
Der zweite Tag hatte am späten Nachmittag aber noch ein Rafting-Abendteuer zu bieten. Die Fahrt auf der Eisack dauerte ca. 1 Stunde und war einfach nur toll! Muss man mal gemacht haben - es war ein riesen Erlebnis!

Am dritten Tag ging es Gruppe 2 (Guide Klaus Essl) rauf zur Hühnerspielalm. Die Auffahrt, so wurde mir berichtet, war nicht steil, aber doch lange, weil es eben wieder hoch ging bis auf 1900hm. Die Abfahrt war steil, aber ungefährlich, wäre da nicht der LKW gewesen, der die abfahrenden Biker schreckte.

Gruppe 1 fuhr zuerst gemütlich am Radweg hoch zum Brennerpass, dann weiter nach Gries am Brenner und bog dann ins Oberberger Tal nach Vinaders ein. Von dort ging es dann 1 Stunde auf Schotterstraße hoch zur Sattelbergalm. Von der Alm weg dann weiter hoch zum Sattelberg (400 relativ steile Höhenmeter auf ca. 2200 Seehöhe), wo wir gespannt auf den "Bauer mit der Mistgabel" warteten, der aber diesmal keinen Dienst verrichtete. Vom Sattelberg fuhren wir, auch wieder mit einem Gewitter im Nacken bzw. vor der Linse, den wundeschönen Grenzkammweg Richtung Steinjoch. Beim Kreuzjoch aber nahmen wir die Militästraße runter nach Brennerbad, weil wir dem Risiko ("Gewitter am Berg") aus dem Weg gehen wollten. Trockenen Fusses erreichten wir nach ca. 5-6 Stunden Fahrzeit Sterzing. Auch bei diese Tour sammelten wir fleißig Kilometer (über 70) und auch etwas Höhenmeter (ca. 1500).



Dank darf an dieser Stelle den Busfahrern Sepp, Joschi, Günter und Roli ausgesprochen werden, die uns sicher hin und wieder zurück brachten. Ganz besonders danke ich auch meinen Tour-Co-Direktoren Klaus und Gottfried. Und zuletzt möchte ich Hans Falkinger danken, der wie immer die Ausfahrt perfekt organisierte - ohne seinem Engagement könnten wir nicht immer so erlebnisreiche Tage in Südtirol verbringen. Vielen Dank. (Günther)